Maßmöbel Werkstatt-Notiz

Offene Küche vom Wohnbereich trennen: Glastrennwand aus Stahl nach Mass

Manufaktur X Redaktion · 27. Juni 2025 · 14 Minuten Lesezeit · Werkstatt Regensburg

Offene Küche im Wohnbereich: Planung, Raumtrennung und Massmöbel für Schweizer Grundrisse

Eine offene Küche entsteht nicht im Showroom - sie entsteht aus den tatsächlichen Massen Ihrer Wände, dem Verlauf Ihrer Leitungen und der Frage, welche Möbel langfristig zur Raumarchitektur passen. Wer in einer Gründerzeit-Altbauwohnung in Zürich oder Basel eine Wand herausnimmt, stellt schnell fest: Die Proportionen verändern sich, und plötzlich passen weder die alten Möbel noch ein Standardsortiment von der Stange. Dieser Leitfaden zeigt, was bei der Planung offener Küchen wirklich zählt - von der Grundrissanalyse über die Materialwahl bis zur Entscheidung für Massmöbel.

Offene Küche: Was spricht dafür - und was wird oft unterschätzt?

Kochen und Wohnen in einem Raum zu verbinden, hat echte Vorteile: Licht verteilt sich gleichmässiger, auch eine Wohnung unter 60 m² wirkt grosszügiger, und wer kocht, bleibt Gesprächspartner. Das sind keine Modeerscheinungen, sondern handfeste Alltagsvorteile.

Was dabei häufig unterschätzt wird: Wenn eine Wand fällt, ändern sich nicht nur die Proportionen, sondern auch die Anforderungen an Lüftung, Akustik und Möblierung. Die typische Enttäuschung, die wir immer wieder erleben - Kundinnen und Kunden öffnen den Raum, gewinnen Luft und Licht, und stellen dann fest, dass ihre bisherigen Möbel weder zu den neuen Raumverhältnissen noch zur freigelegten Substanz passen. Massgefertigte Möbel lösen dieses Problem an der Wurzel, weil sie auf den fertigen Raum abgestimmt werden - nicht auf einen Normgrundriss.

Grundrissanalyse: Drei Fragen, die vor allem anderen geklärt sein müssen

Bevor irgendjemand über Holzart oder Farbe nachdenkt, bestimmt der Grundriss den Spielraum. In Schweizer Altbauten - vor allem in Gebäuden aus der Jahrhundertwende oder den 1960er-/70er-Jahren - gelten dabei besondere Bedingungen:

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern unterteilt einen hellen Wohnraum von einem Ess- und Küchen
  1. Tragende Wände erkennen. In Gründerzeit-Altbauten verlaufen tragende Wände oft quer zur Gebäudeachse und sind im Bauplan selten exakt eingezeichnet. Vor jedem Wanddurchbruch braucht es ein Gutachten eines zugelassenen Ingenieurs oder Architekten - das ist keine optionale Absicherung, sondern Voraussetzung.
  2. Leitungsverläufe dokumentieren. Wasseranschlüsse lassen sich verschieben, aber jede Versetzung des Spülenanschlusses um mehr als 1,5 m treibt den Installationsaufwand erheblich in die Höhe. In Altbauten aus den 70er-Jahren verlaufen Stromleitungen oft nicht rechtwinklig - das beeinflusst, wo Steckdosen sinnvoll platziert werden können.
  3. Ist-Masse aufnehmen, nicht Planmasse verwenden. Wände in Schweizer Altbauten sind selten exakt lotrecht oder rechtwinklig. Wir sehen regelmässig Aufmasse, bei denen linke und rechte Seite einer Öffnung um 8 bis 15 mm voneinander abweichen. Wer mit dem Bauplan plant, bestellt falsch - so einfach ist das.

Richtig messen: Der häufigste Fehler bei der Planung

Bei der grossen Mehrheit unserer Projekte mit Wandmöbeln oder Raumteilern messen Kundinnen und Kunden beim ersten Versuch mindestens eine Dimension falsch. Am häufigsten betroffen ist die Höhe. Die typischen Fehlerquellen:

  • Sockelleisten nicht abgezogen: Die lichte Raumhöhe beginnt oberhalb der Sockelleiste, nicht am Rohboden. Sockelleisten sind oft 12 bis 18 mm stark - wer diesen Wert nicht abzieht, erhält ein Möbelstück, das nicht bündig steht.
  • Heizkörper und Steckdosen übersehen: Ein Heizkörper, der hinter einem Regal verschwindet, verliert seine Heizwirkung und kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.
  • Türöffnungsradius nicht eingerechnet: Besonders bei Lofttüren zwischen Küche und Wohnbereich: Der Flügel braucht Schwenkraum. Wer diesen nicht im Grundriss einträgt, stellt bei der Montage fest, dass Tür und Kücheninsel kollidieren.
  • Montagefuge vergessen: Jedes massangefertigte Wandmöbel und jede eingepasste Tür benötigt pro Seite rund 5 mm Montagefuge für Toleranzausgleich und spätere Materialausdehnung. Diese 5 mm werden vom Rohbaumass abgezogen, bevor Sie im Konfigurator Masse eingeben.

Bewegungsflächen und Arbeitstriangle: Funktionale Planung offener Küchen

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und gleichmäßigem Sprossenraster trennt Wohnbereich und Essbereich voneinander.

Das klassische Arbeitsdreieck aus Kühlschrank, Herd und Spüle bleibt auch in offenen Grundrissen das zentrale Planungsprinzip - verändert sich aber: In geschlossenen Küchen genügen 90 cm Bewegungsfreiheit zwischen gegenüberliegenden Küchenzügen. In offenen Küchen, die gleichzeitig als Durchgangsbereich genutzt werden, sollten es mindestens 110 bis 120 cm sein, damit Kochende und Durchlaufende sich nicht gegenseitig blockieren.

Kücheninseln verschieben das Dreieck in die Fläche. Wer eine Insel mit integriertem Kochfeld oder Spüle plant, braucht Strom- und Wasseranschlüsse im Boden - das muss vor dem Estrich geplant sein. Wer das nachrüstet, trägt den Boden auf.

Mindestmasse rund um die Kücheninsel

Situation Mindest-Umgehungsbreite Empfehlung mit Sitzplätzen
Insel als reine Arbeitsfläche 90 cm 110 cm
Insel mit Kochfeld 110 cm 120 cm
Insel mit Sitzbereich (Hocker) 120 cm 130 bis 140 cm
Insel als Hauptdurchgang 120 cm 140 cm

Materialien, die im Alltag standhalten und gut aussehen

In einer offenen Küche ist die Kochzone permanent sichtbar - Materialien müssen gleichzeitig Küchenalltag aushalten und zum Wohnbereich passen. Günstige Standardküchen lösen das mit Folienfronten und Laminat - das funktioniert, altert aber sichtbar. Für Räume, die als Einheit geplant sind, lohnt sich ein anderer Ansatz.

Eiche, Buche, Esche: Welche Holzart passt wohin?

Für Sitzgelegenheiten, Regale und Esstische im Küchenbereich sind Massivholzoberflächen langfristig die robustere Wahl - vorausgesetzt, die Oberfläche ist sachgemäss behandelt. Ein Überblick über die drei Holzarten, die wir verarbeiten:

Holzart Brinell-Härte (HB) Charakter Typische Anwendung
Eiche ca. 3,7 Markante Maserung, warm-braun, sehr druckfest Esstisch, Sitzbank, Regal
Buche ca. 3,8 Feines Korn, hell, gleichmässig Arbeitsflächen, Sitzbank
Esche ca. 4,0 Lebhafte Maserung, heller Grundton Esstisch, Regal
Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich vom Eingangsbereich.

Geölt oder lackiert - ein praxisrelevanter Unterschied: Geölte Oberflächen brauchen Pflege (Nachölen alle ein bis zwei Jahre), lassen sich aber punktuell ausbessern. Ein Kratzer auf einem geölten Eichentisch kann lokal nachbehandelt werden - ohne die gesamte Platte neu aufzuarbeiten. Lackierte Oberflächen sind dichter und feuchtigkeitsresistenter, aber bei Beschädigung ist oft eine Vollaufarbeitung nötig. In Küchennähe, wo gelegentlich Flüssigkeiten auf die Tischplatte gelangen, empfehlen wir Hartwachs-Öl als Kompromiss: robuster als reines Öl, aber genauso gut ausbesserbar.

Pulverbeschichteter Stahl: Warum Nasslackierung hier nicht mithalten kann

Stahlgestelle für Tische, Bänke und Regale werden bei Manufaktur X mit RAL-Pulverbeschichtung versehen - ein elektrostatisches Verfahren, das eine gleichmässige, lösungsmittelfreie Schutzschicht erzeugt. Die Schichtdicke liegt typischerweise bei 60 bis 80 µm, was deutlich über handelsüblichen Nasslackierungen liegt. Das Ergebnis: kratzfest, farbecht, umweltfreundlich. Für Küchenbereiche empfehlen sich matte RAL-Töne wie RAL 9005 Tiefschwarz oder RAL 7016 Anthrazitgrau, da sie Fingerabdrücke weniger sichtbar machen als Hochglanzoberflächen.

Leimholz oder Furnier - was steckt in Ihrer Tischplatte?

Bei Tischplatten (Esstisch, Couchtisch) und Sitzbankplatten gibt es bei Manufaktur X zwei Aufbauvarianten: Leimholz (echtes Massivholz, aus Brettern verleimt, die Standardwahl) und Furnier (fugenlose Oberfläche, Trägerplatte mit Echtholzfurnier kaschiert). Regale - sowohl das grosse Regal nach Mass als auch das Rohrregal nach Mass - werden ausschliesslich aus Massivholz gefertigt, ohne Furnier und ohne Spanplatte.

Gerüche, Lärm, Ordnung: Die drei Knackpunkte offener Küchen

Diese drei Faktoren entscheiden darüber, ob eine offene Küche im Alltag ein Gewinn oder eine Belastung ist. Sie lassen sich planen - im Nachhinein zu korrigieren ist aufwändig und teuer.

Geruchskontrolle

Die Saugleistung einer Dunstabzugshaube wird in m³/h angegeben und sollte für offene Grundrisse mindestens das Zehnfache des Küchenvolumens betragen. Bei einem offenen Wohn-Koch-Bereich von 50 m² Grundfläche und 2,6 m Raumhöhe ergibt das 130 m³ Volumen - die Haube sollte also mindestens 1'300 m³/h leisten. Umluftgeräte ohne Abluftkanal sind möglich, müssen aber alle drei bis sechs Monate mit frischen Aktivkohlefiltern bestückt werden.

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und gleichmäßigem Sprossenraster trennt einen Wohnbereich von einem Arbeitszimmer.

Lärm

Geschirrspüler mit einem Schallpegel unter 42 dB(A) eignen sich für offene Grundrisse; unter 38 dB(A) sind sie im laufenden Betrieb kaum wahrnehmbar. Der Unterschied zwischen 44 dB(A) und 38 dB(A) ist im Wohnbetrieb deutlich spürbar - 44 dB(A) entspricht einem ruhigen Büro, 38 dB(A) einer sehr ruhigen Bibliothek. Diese Modelle kosten mehr, der Aufpreis lohnt sich aber im Alltag.

Stauraum

Eine offene Küche ist permanent sichtbar - Unordnung belastet sofort die gesamte Raumwirkung. Bewährt haben sich:

  • Hochschränke bis unter die Decke (kein ungenutzter Staubereich oben)
  • Schubladen statt Türen für Unterschrankbereiche (bessere Zugänglichkeit)
  • Integrierte Mülltrennung hinter Schranktür (sichtbare Abfallbehälter wirken in offenen Küchen störend)
  • Versenkbare Steckdosenleisten in der Arbeitsplatte (keine sichtbaren Kabelstränge)

Raumtrennung ohne Wände: Welche Lösungen wirklich funktionieren

Offenheit bedeutet nicht, auf jede Form der Abgrenzung zu verzichten. Die Frage ist nur, welche Trennelemente Transparenz erhalten und welche sie aufheben.

Kücheninsel als Raumgrenze

Eine Insel mit Tresen und Hockern definiert die Zone zwischen Kochbereich und Wohnbereich, ohne eine physische Barriere zu errichten. Sie ist die flexibelste Lösung - aber auch die raumintensivste. Vor allem in Schweizer Wohnungen, wo die Grundfläche oft begrenzt ist, müssen die Mindestmasse (siehe Tabelle oben) konsequent eingehalten werden.

Unterschiedliche Bodenbeläge als Zonenmarkierung

Ein Wechsel des Bodenbelags signalisiert den Übergang zwischen Küchen- und Wohnzone, ohne eine einzige Wand zu brauchen. In der Küche bewähren sich grossformatige Feinsteinzeugplatten (pflegeleicht, feuchtigkeitsresistent); im Wohnbereich Massivholzdielen oder eine Betonoptik. Der Übergang sollte mit einem sauberen Abschlussprofil ausgeführt sein - ein offener Spalt akkumuliert Schmutz und wirkt unfertig.

Lofttüren: Transparente Trennung bei Bedarf

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen unterteilt einen hellen Wohnraum in zwei Bereiche – links ein Wohnzimmer mit Sofa u

Wer Gerüche oder Geräusche gelegentlich vom Wohnbereich fernhalten möchte, ohne dauerhaft eine Wand einzuziehen, findet in einer massangefertigten Lofttür nach Mass die präziseste Lösung. Die Stahl-Glas-Konstruktion lässt Licht durch, schliesst aber den Luftaustausch bei Bedarf ab. Wichtig für die Planung: Der Flügelöffnungsradius muss im Grundriss eingezeichnet sein, bevor Tür und Möblierung festgelegt werden - ein Fehler, der erfahrungsgemäss erst bei der Montage auffällt.

ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) zerfällt bei Bruch in stumpfe Krümel - geeignet für die meisten Anwendungen. VSG (Verbund-Sicherheitsglas) hält bei Bruch durch die Zwischenfolie zusammen und wird empfohlen, wenn die Tür in Bereichen mit erhöhtem Stosskonto eingesetzt wird - etwa in Durchgangsbereichen mit Kindern. Die Wahl zwischen ESG und VSG ist eine sicherheitstechnische Entscheidung, keine ästhetische.

Für Bereiche, in denen eine schwenkbare Tür zu viel des Guten wäre, bietet ein feststehender Raumteiler nach Mass eine Alternative: raumgliedernd, ohne Scharniere und Öffnungsmechanismus, aber mit derselben Stahl-Glas-Wirkung.

Drei Stilrichtungen, die in offenen Küchen konsistent funktionieren

Der Stil einer offenen Küche muss zum gesamten Wohnbereich passen - nicht nur zu sich selbst. Eine Landhaus-Küche neben einem Wohnzimmer mit Betonwand und Stahlregal erzeugt Brüche, die sich mit Dekoration nicht überbrücken lassen.

Minimalistisch und zeitlos

Grifflose Fronten, maximal zwei Farbtöne, keine sichtbaren Geräte. Funktioniert am besten, wenn auch der Wohnbereich auf Dekoration verzichtet. Matte Oberflächen sind pflegeleichter als Hochglanz - vor allem bei Fingerabdrücken.

Warm und materialbetont

Massivholzfronten oder -arbeitsplatten, offene Regale, warme Farbtöne. Diese Küchen wirken am stimmigsten, wenn Ess- und Wohnbereich ähnliche Materialien aufgreifen - etwa eine Sitzbank nach Mass aus Eiche, die die Holztöne der Küche wiederholt.

Industrial Style

Sichtbarer Stahl, Betonoberflächen, offene Strukturen. Besonders in Loftwohnungen und Altbauten mit Sichtmauerwerk passend - wie man es in umgenutzten Industriegebäuden in Zürich-West oder dem Basler Erlenmatt-Quartier findet. Stahlgestelle und pulverbeschichtete Möbel aus dem Sortiment von Manufaktur X fügen sich direkt in diese Raumsprache ein, ohne wie Fremdkörper zu wirken.

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Eingangsbereich vom Wohnzimmer.

Beleuchtung und Farbkonzept: Küche und Wohnbereich als Einheit denken

Offene Grundrisse brauchen ein Beleuchtungskonzept, das zwei Modi gleichzeitig bedient: helles Arbeitslicht in der Kochzone und gedimmtes Stimmungslicht im Wohnbereich. Beides über denselben Schalter zu steuern funktioniert nicht - separate Stromkreise mit Dimmer sind keine Option, sondern Voraussetzung.

  • Arbeitslicht: Mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche; am besten als Unterbauleuchte direkt unter den Oberschränken, nicht als Deckenspot mit Schattenbildung.
  • Pendelleuchten über Insel oder Esstisch: Aufgehängt auf 70 bis 80 cm über der Tischoberfläche. Zu hoch gibt keinen Akzent, zu tief blendet beim Sitzen.
  • Akzentbeleuchtung: LED-Streifen in warmweiss (2'700 bis 3'000 K) für Wohnbereiche, neutralweiss (4'000 K) nur in reinen Arbeitsbereichen.

Beim Farbkonzept gilt: Küche und Wohnbereich teilen sich eine Sichtachse. Was in einem Bereich dominiert, beeinflusst die Wahrnehmung des anderen. Ein durchgängiges Konzept - etwa Weisstone mit Eichenholz-Akzenten - lässt den Raum grösser wirken. Eine dunkle Kücheninsel (z. B. in RAL 5011 Stahlblau oder RAL 6009 Tannengrün) funktioniert dann, wenn der Wohnbereich den Farbton in mindestens einem weiteren Element wiederholt - etwa in einem Stahlregal oder einem dunkel gestrichenen Wandsegment.

Massmöbel oder Standardmöbel: Wann lohnt sich was?

Massgefertigte Möbel sind nicht automatisch die bessere Wahl - aber in offenen Küchen mit individuellen Grundrissen sind sie oft die einzige Wahl, die langfristig aufgeht. Ein direkter Vergleich:

Kriterium Standardmöbel (z. B. IKEA, Micasa) Massmöbel (Manufaktur X)
Passgenauigkeit Normmasse, Lücken bei Sonderformaten Millimetergenau auf Ihr Ist-Mass gefertigt
Materialwahl Vorgegebenes Sortiment Holzart, Oberfläche, RAL-Farbe frei wählbar
Lieferzeit 1 bis 4 Wochen (Lager) 5 bis 6 Wochen (Fertigung nach Mass)
Preistransparenz Listenpreis, Aufpreise für Optionen Festpreis im Konfigurator, Echtzeit-Kalkulation
Langlebigkeit Abhängig von Materialqualität Massivholz und Stahl
Fertigung Oft Fernost-Produktion Hergestellt in der EU, Direkthersteller
Lieferung Schweiz Zoll und Import eigenständig Alle Preise inklusive Lieferung in die Schweiz
Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt zwei Wohnbereiche voneinander.

Massmöbel machen dann besonders Sinn, wenn mindestens einer dieser Faktoren zutrifft: Der Raum hat Sondermasse (Dachschräge, Nische, unregelmässige Wandverläufe), das Möbelstück soll dauerhaft Teil der Raumarchitektur sein, oder das Standardsortiment bietet die gewünschte Materialkombination einfach nicht.

Preisfaktoren bei Massmöbeln: Was den Preis bestimmt

Den Preis für ein massangefertigtes Möbelstück pauschal zu nennen, wäre unseriös - er hängt von Abmessungen, Holzart, Oberflächenbehandlung und Beschlägen ab. Manufaktur X bildet diesen Preis im Online-Konfigurator in Echtzeit ab: Jede Änderung an Mass oder Material aktualisiert den Festpreis sofort, ohne versteckte Aufpreise nach der Bestellung. Alle angezeigten Preise in Franken sind inklusive Lieferung in die Schweiz - Zoll und Import sind bereits eingerechnet, kein unangenehmes Erwachen beim Empfang.

ProduktPreis abHinweis
Lofttür1.215 CHFGünstigste mögliche Variante
Raumteiler2.325 CHFStahl-VSG, individuelle Breite
Großes Regal3.360 CHFMassivholz, Stahlgestell, raumhoch
Esstisch1.660 CHFMassivholz, Stahlgestell
Couchtisch1.215 CHFMassivholz, Stahlgestell
Sitzbank1.155 CHFMassivholz, Stahlgestell
TV-Board1.615 CHFMassivholz, Stahlgestell
Rohrregal1.120 CHFModulares Rohrregal

Die relevanten Kostentreiber bei Massmöbeln für offene Küchen:

  • Holzart: Esche und Eiche liegen preislich über Buche, weil die Verfügbarkeit geringer und die Verarbeitung aufwändiger ist.
  • Oberfläche: Geölte Oberflächen sind günstiger als Hartwachs-Öl-Behandlung; Lackierung liegt nochmals darüber.
  • Stahlfarbe (RAL): Sonderfarben ausserhalb der Standardpalette können einen Aufpreis bedeuten - im Konfigurator direkt einsehbar.
  • Glastyp (nur Lofttür und Raumteiler): VSG ist teurer als ESG; satiniertes Glas teurer als Klarglas.
  • Abmessungen: Überbreite oder überhohe Formate erfordern mehr Material und längere Fertigungszeiten.

Produktionsablauf und Lieferzeit: Was zwischen Bestellung und Anlieferung passiert

Manufaktur X fertigt alle Produkte nach Bestellung - kein Lager, kein Konfektionsprogramm. Jedes Stück durchläuft Zuschnitt, Schweissen oder Holzbearbeitung, Oberflächenbehandlung und Qualitätsprüfung in der EU-Fertigung, bevor es versendet wird. Die Produktionszeit beträgt für alle Produkte 5 bis 6 Wochen ab Bestellbestätigung. Wer eine Küchensanierung terminiert, sollte die Möbelbestellung entsprechend früh auslösen.

Ein Hinweis für die Schweiz: Die Lieferung erfolgt direkt zu Ihnen nach Hause, inklusive aller anfallenden Kosten. Sie müssen sich weder um Zollformalitäten noch um Importgebühren kümmern - das ist im Preis eingerechnet.

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich von einem Essbereich.

Die häufigsten Planungsfehler - und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Möbel vor der Leitungsplanung bestellen

Folge: Die Kücheninsel steht genau dort, wo der Elektriker den Bodenanschluss nicht mehr verlegen kann. Lösung: Erst Leitungspläne finalisieren, dann Möbelkonfiguration abschliessen.

Fehler 2: Masse aus dem Bauplan statt vor Ort nehmen

Folge: Das Möbelstück passt nicht in die tatsächliche Öffnung, weil Altbau-Wände vom Plan abweichen. Der häufigste Grund, warum Massmöbel nicht passen, ist ein falsches Aufmass - nicht ein Fehler in der Fertigung. Lösung: Immer mit dem Massband vor Ort messen, Bauplan nur als Orientierung nutzen.

Fehler 3: Montagefuge nicht einkalkuliert

Folge: Das Möbelstück ist 10 mm zu breit und lässt sich nicht einbringen. Lösung: Pro Seite 5 mm Montagefuge vom Rohbaumass abziehen, bevor Sie im Konfigurator die Masse eingeben. Im Konfigurator geben Sie Ihr gewünschtes Fertigmass ein - nicht das Rohbauöffnungsmass.

Fehler 4: Dunstabzug zu schwach dimensioniert

Folge: Kochgerüche verteilen sich im gesamten Wohnbereich und setzen sich in Polstermöbeln fest. Lösung: Saugleistung auf Basis des Gesamtraumvolumens berechnen (Faktor 10), nicht nur der Küchenfläche.

Fehler 5: Türöffnungsradius nicht im Grundriss eingezeichnet

Folge: Die Lofttür schlägt gegen die Kücheninsel oder den Kühlschrank. Lösung: Schwenkradius des Flügels massstabsgetreu in den Grundriss einzeichnen, bevor Tür und Möblierung festgelegt werden.

Fehler 6: Akustik nicht mitgeplant

Folge: Harte Oberflächen wie Fliesen, Beton und Glas in grossen offenen Räumen erzeugen lange Nachhallzeiten - Gespräche werden anstrengend, Geräusche überlagern sich. Lösung: Textile Elemente wie Teppich, Vorhänge und Polstermöbel bewusst als akustische Dämpfung einplanen.

Manufaktur X: Massmöbel direkt konfigurieren und in die Schweiz liefern lassen

Eine schwarze Stahl-Glas-Trennwand mit mehreren Glasfeldern trennt ein helles Wohnzimmer vom Flurbereich.

Manufaktur X ist Direkthersteller und fertigt alle Möbel nach Mass in der EU - kein Zwischenhandel, kein Konfektionsprogramm. Der Online-Konfigurator auf manufakturx.ch zeigt Masse, Materialien und Oberflächen in Echtzeit und berechnet den Festpreis sofort - inklusive Lieferung in die Schweiz. Auf der Website geben Sie Ihre gewünschten Fertigmasse ein; das System rechnet automatisch alle relevanten Toleranzen ein.

Für die Planung offener Küchen relevante Produkte:

  • Lofttür nach Mass konfigurieren - Stahl-Glas-Konstruktion, ESG oder VSG, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit
  • Raumteiler nach Mass konfigurieren - feststehend, raumgliedernd ohne Türmechanismus, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit
  • Esstisch nach Mass konfigurieren - Leimholz oder Furnier auf Stahlgestell, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit
  • Sitzbank nach Mass konfigurieren - passend zur Esstischbreite oder als eigenständiges Element, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit
  • Grosses Regal nach Mass konfigurieren - Massivholz, kein Furnier, keine Spanplatte, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit
  • Rohrregal nach Mass konfigurieren - Stahlrohrgestell mit Massivholzböden, 5 bis 6 Wochen Produktionszeit

Jetzt im Konfigurator Masse eingeben und Festpreis berechnen

Raumteiler - 3D-konfigurator, Manufaktur X
Raumteiler

Häufige Fragen zur Planung offener Küchen - konkret beantwortet

Kann ich nachträglich eine Lofttür zwischen Küche und Wohnbereich einbauen, wenn die Wand bereits steht?

Ja - sofern die Wand nicht tragend ist oder ein Sturz eingebaut wird. Das Türblatt wird auf das tatsächliche Rohbaumass der Öffnung gefertigt; die 5 mm Montagefuge pro Seite werden vorab abgezogen. Bei Altbauwänden braucht es vor dem Wanddurchbruch zwingend ein Gutachten eines zugelassenen Ingenieurs oder Architekten.

Was tue ich, wenn meine Wände nicht rechtwinklig sind?

Messen Sie an drei Punkten: oben, mittig und unten (für die Breite) sowie links, mittig und rechts (für die Höhe). Das kleinste Mass ist das Fertigungsmass - zuzüglich der Montagefuge. Schrägen werden bei der Montage mit Keilleisten oder Füllstücken ausgeglichen. Im Konfigurator geben Sie das kleinste Ist-Mass ein.

Eine fest installierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen unterteilt einen hellen Wohnraum.

Welches Sicherheitsglas empfehlen Sie für eine Lofttür zwischen Küche und Essbereich mit Kindern?

VSG (Verbund-Sicherheitsglas): Bei Bruch hält die Folie zwischen den Scheiben den Glasverbund zusammen - kein Splitterregen. ESG zerfällt zwar in stumpfe Krümel, aber bei erhöhtem Stosskonto in Kinderhaushalten ist VSG die sicherere Wahl. Die Entscheidung hängt vom konkreten Verwendungsbereich ab, nicht von der Optik.

Lohnt sich ein massangefertigter Esstisch für eine offene Küche gegenüber einem Standardtisch?

Wenn der Essbereich eine besondere Grundrisssituation hat - Nische, Dachschräge, definierte Durchgangsbreite - ist Massmöbel die präzisere Lösung. Bei Standardgrundrissen mit normaler Raumbreite ist ein hochwertiger Standardtisch eine valide Alternative. Der Unterschied liegt nicht im Prestige, sondern in Passgenauigkeit und Materialwahl.

Was passiert, wenn ich beim Aufmass einen Fehler mache und das Möbelstück nicht passt?

Die häufigste Ursache für Passungsfehler ist nicht die Fertigung, sondern ein falsch genommenes Aufmass. Deshalb empfehlen wir, vor der Bestellung zweimal zu messen und im Zweifelsfall Ihre Skizze zur Plausibilitätsprüfung einzureichen. Der Konfigurator auf manufakturx.ch führt Sie Schritt für Schritt durch die Masseingabe.

Sind alle Preise für die Schweiz inklusive Zoll und Import?

Ja. Alle im Konfigurator angezeigten Preise in Franken beinhalten die Lieferung in die Schweiz inklusive aller anfallenden Abgaben. Sie erhalten das Möbelstück an Ihre Adresse geliefert, ohne zusätzliche Kosten oder Zollformalitäten.

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