Maßmöbel Werkstatt-Notiz

Raumteiler aus Stahl und Glas nach Mass: Planung, Kosten und Montage

Manufaktur X Redaktion · 22. Juli 2026 · 9 Minuten Lesezeit · Werkstatt Regensburg
Raumteiler aus Stahl und Glas nach Mass: Planung, Kosten und Montage

Raumteiler aus Stahl und Glas nach Mass: Planung, Kosten und Montage

Wer einen Raum mit einem Stahl-Glas-Raumteiler gliedert, trifft gleichzeitig Entscheidungen über Glasart, Sichtschutz, Konstruktionsprinzip und Budget. Das klingt überschaubar - wird aber schnell komplex, sobald ein Altbau mit ungeraden Wänden, eine Dachwohnung mit Schräge oder ein gewerblich genutztes Büro ins Spiel kommt. Dieser Artikel zeigt, worauf es bei der Planung wirklich ankommt: von der richtigen Aufmassnahme über die Wahl der Glasart bis hin zu den konkreten Kostenposten. Wer diese Grundlagen kennt, kann Angebote seriös vergleichen - und vermeidet teure Planungsfehler.

Konstruktionsprinzip: Freistehend oder wandgebunden?

Der Unterschied und warum er für Mieter in der Schweiz relevant ist

Ob ein Raumteiler an Wänden befestigt wird oder freistehend auf Bodenplatten steht, ist keine rein gestalterische Frage. Für Mieterinnen und Mieter - und in der Schweiz sind das je nach Region 55 bis über 80 Prozent der Haushalte - ist dieser Unterschied mietrechtlich entscheidend. Viele Gewerbemietverträge und ein guter Teil der Wohnmietverträge in der Schweiz untersagen bauliche Veränderungen ohne ausdrückliche Zustimmung der Eigentümerschaft. Ein freistehender Raumteiler mit Bodengewichten als Standfuss fällt in der Regel nicht unter diese Einschränkung. Ein wandseitig verschraubter Rahmen hingegen schon.

Das ist besonders für Büronutzungen relevant: Co-Working-Flächen, Agenturen oder Praxen in Altbauten der Gründerzeit oder in Bürogebäuden aus den 1970er-Jahren haben häufig offene Grundrisse, die sich zonieren lassen - aber eben nur mit Lösungen, die beim Auszug rückstandslos rückgebaut werden können. Ein freistehender Stahl-Glas-Raumteiler erfüllt genau diese Anforderung.

Massgefertigte Konstruktionen schlagen Systemwände im Altbau

Konfektionierte Trennwandsysteme sind auf Standardraster ausgelegt: gerade Winkel, normierte Raumhöhen, ebene Böden. In einem Gründerzeitgebäude in Zürich oder Bern mit Raumhöhen von 3,20 m oder mehr, leicht geneigten Böden und unebenen Verputzwänden stossen diese Systeme schnell an ihre Grenzen. Füllstücke, Adapter und Sonderprofile werden nötig - und treiben den Preis auf das Niveau einer Massfertigung, ohne deren Ergebnis zu erreichen.

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt ein Wohnzimmer von einem Essbereich.

Eine CNC-gefertigte Masslösung berücksichtigt das tatsächliche Aufmass von Anfang an. Der häufigste Grund, warum ein massgefertigter Raumteiler nicht passt, ist kein Produktionsfehler - sondern ein unvollständiges oder falsches Aufmass. Dazu mehr im letzten Abschnitt. Im Konfigurator von Manufaktur X geben Sie Ihre genauen Wunschmasse ein und erhalten sofort einen verbindlichen Festpreis.

Stahl und Glas: Offenheit und Zonierung in einem

Das Stahlprofil-Raster eines Glas-Raumteilers übernimmt zwei Aufgaben gleichzeitig: Es trägt das Glas statisch und strukturiert den Raum visuell. Gegenüber einer Vollwand aus Trockenbauelementen bleibt das Tageslicht im Raum - ein Punkt, der in tiefen Loft-Wohnungen oder in Büros ohne Fensterwand den Unterschied zwischen hell und dunkel ausmacht. Funktional lassen sich feste Verglasungsfelder, integrierte Schiebetüren oder Klappflügel kombinieren. Das ermöglicht Raumnutzungen, die je nach Tageszeit variieren: morgens offene Arbeitsfläche, nachmittags abgeschlossener Besprechungsraum.

Glasarten im Überblick: ESG, VSG und Milchglas

Einscheiben-Sicherheitsglas und Verbund-Sicherheitsglas: Wann was sinnvoll ist

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) zersplittert bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel ohne scharfe Kanten. Für vertikale Trennflächen ohne Absturzgefahr ist ESG die technisch geeignete und kostengünstigere Wahl. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei oder mehr Schichten, die durch eine Kunststofffolie miteinander verbunden sind. Bei Bruch hält die Folie die Scheibe zusammen - das ist überall dort relevant, wo herabfallende Bruchstücke ein Sicherheitsrisiko darstellen würden: bei Elementen über Kopfhöhe, bei schweren Türfüllungen oder in Bereichen mit erhöhtem Personendurchgang.

Der Preisunterschied zwischen ESG und VSG beträgt auf den Glasanteil gerechnet etwa 15 bis 25 Prozent. Bei einer Scheibe mit 2 m² Fläche entspricht das einem Aufpreis von ungefähr 90 bis 200 Franken, abhängig vom Glasaufbau und der gewählten Folienstärke. Wichtig: Lassen Sie sich die Glasart schriftlich bestätigen, bevor Sie eine Bestellung aufgeben. Mündliche Zusagen haben im Schadensfall keinen Bestand.

Eine zweiflügelige Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Flur vom Wohnzimmer.

Milchglas, satiniertes Glas und Klarglas: Sichtschutz als Planungsgrösse

Die Entscheidung zwischen Klarglas und satiniertem Glas ist nicht nur eine Stilfrage. In Arztpraxen und Zahnarztpraxen in der Schweiz verpflichtet das Datenschutzrecht dazu, personenbezogene Daten am Empfangstresen vor unbefugtem Einblick zu schützen. Eine zweigeteilte Verglasung löst das konstruktiv: Der untere Bereich der Empfangsscheibe - in der Regel etwa 60 bis 110 cm ab Boden, je nach Sitzhöhe des Personals - wird in satiniertem Glas oder mit Sichtschutzfolie ausgeführt. Der obere Bereich bleibt in Klarglas und sorgt dafür, dass Sichtkontakt und Tageslicht erhalten bleiben.

Satiniertes Glas kostet gegenüber Klarglas in der Regel 10 bis 20 Prozent mehr auf den Glasanteil - je nachdem, ob die Mattierung durch Ätzung oder durch Folie erzeugt wird. Für Empfangsbereiche in Praxen, Kanzleien oder Wellnessanlagen ist dieser Aufpreis in den meisten Fällen gut angelegt.

Glasdesign ist nicht das Gleiche wie Glasart

Das ist ein Punkt, der in der Planung regelmässig zu Missverständnissen führt. Glasdesign bezeichnet das visuelle Muster der Verglasung - also ob der Rahmen in einzelne Felder mit Sprossen unterteilt ist oder als grosse durchgehende Scheibe ausgeführt wird. Die Glasart - ESG, VSG, Klarglas, Milchglas - ist eine separate, sicherheitsrelevante Eigenschaft. Beides lässt sich kombinieren, muss aber unabhängig voneinander entschieden und im Angebot separat ausgewiesen sein.

Kosten und Preisfaktoren: Was ein Raumteiler nach Mass kostet

Basispreis und Skalierung nach Fläche

Ein einfacher freistehender Raumteiler aus Stahl und Klarglas ESG - ohne integrierte Tür, Abmessung ca. 120 x 200 cm - beginnt bei Manufaktur X ab CHF 990 inklusive Lieferung in die Schweiz. Alle Preise sind Festpreise, die direkt im 3D-Konfigurator berechnet werden. Der Preis skaliert mit der Fläche: Jede zusätzliche Scheibe, jedes verlängerte Stahlprofil und jede Türöffnung erhöht den Materialanteil proportional.

Eine schwarze Stahl-Glas-Trennwand unterteilt einen hellen Wohnraum von einem Arbeitszimmer.

Eine integrierte Schiebetür schlägt je nach Beschlagqualität und Glasgewicht mit einem Aufpreis von ungefähr CHF 450 bis CHF 850 zu Buche. Der Unterschied liegt im Beschlag: Einfache Laufschienen für leichte Scheiben sind günstiger als gedämpfte Softclose-Beschläge für schwere VSG-Türfüllungen. Für CHF-Preisvergleiche ist ausserdem relevant, dass Manufaktur X alle Zoll- und Importabgaben bereits im Preis einschliesst - es gibt keine Überraschungen bei der Verzollung.

Aufpreise für VSG, Sonderfarben und Sichtschutz

VSG statt ESG kostet auf den Glasanteil gerechnet 15 bis 25 Prozent mehr. Bei einer 2 m² grossen Scheibe sind das ungefähr 90 bis 200 Franken Aufpreis, abhängig vom VSG-Aufbau. Satiniertes Glas oder Milchglas schlägt mit etwa 10 bis 20 Prozent auf den Glasanteil zu Buche. Sonderfarben ausserhalb der RAL-Standardpalette erfordern eine Kleinstmenge Pulverbeschichtung; dieser Posten wird pauschal mit ungefähr CHF 90 bis CHF 160 berechnet und fällt bei mehreren Elementen im gleichen Projekt nur einmal an.

Zur Pulverbeschichtung noch ein kurzes Wort: Alle Stahlprofile bei Manufaktur X werden pulverbeschichtet - nicht lackiert. Das Ergebnis ist eine gleichmässige, kratzfeste Oberfläche, die auch bei intensiver Nutzung ihre Farbe behält und sich problemlos reinigen lässt. Die Pulverbeschichtung ist ausserdem lösungsmittelfrei und damit umweltfreundlicher als herkömmlicher Nasslack.

Planungsaufpreis für unregelmässige Grundrisse

Altbauten der Gründerzeit - in Zürich, Basel oder Bern häufig anzutreffen - haben selten rechte Winkel und gleichmässige Raumhöhen. Schräge Wände, leicht geneigte Böden oder unregelmässige Grundrisse erfordern eine individuelle CNC-Programmierung. Dieser Aufwand wird pauschal mit ungefähr CHF 160 bis CHF 330 berechnet. Der Vorteil: Diese Kosten sind transparent und werden vor der Bestellung ausgewiesen - nicht als Nachtrag nach der Montage.

Im Vergleich: Bei Systemtrennwänden von Anbietern wie IKEA oder Micasa stossen Sie bei solchen Sondermassen schnell an die Grenzen des Sortiments. Was dort als Sonderlösung teuer wird oder gar nicht erst angeboten wird, ist bei einer Massfertigung der Normalfall.

Festpreis als Planungsgrundlage

Offene Handwerksangebote arbeiten oft mit nachträglichen Aufmasszuschlägen und stundensatzbasierten Montagepositionen - das erschwert eine verlässliche Budgetplanung. Der Festpreis aus dem Konfigurator gibt Innenarchitektinnen, Praxisbetreibern und privaten Bauherren eine belastbare Kalkulationsgrundlage. Masse, Glasart, Profilfarbe und Türoptionen lassen sich direkt im 3D-Konfigurator eingeben - der Preis wird in Echtzeit angezeigt.

Raumteiler - 3D-konfigurator, Manufaktur X
Raumteiler

Von der Aufmassnahme bis zur Montage: Was vollständig geplant sein muss

Aufmass: Wo die meisten Fehler passieren

Der häufigste Grund, warum ein massgefertigter Raumteiler nicht passt, ist kein Produktionsfehler - es ist ein unvollständiges Aufmass. Viele Auftraggeber messen die freie Raumhöhe und übergeben diese Zahl als Bestellgrundlage. Tatsächlich relevant ist die lichte Einbauhöhe nach Abzug aller Installationen: Lüftungskanäle, Sprinkleranlagen oder abgehängte Deckenelemente können die tatsächliche Einbauhöhe um 15 bis 30 cm reduzieren. In Schweizer Altbauten und in Bürogebäuden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren ist das keine Ausnahme, sondern die Regel.

Hinzu kommt: Die Einbauhöhe sollte an mehreren Punkten gemessen werden. Böden und Decken in Bestandsgebäuden verlaufen selten exakt horizontal. Eine Differenz von 2 bis 3 cm zwischen zwei Messpunkten klingt gering - macht aber den Unterschied zwischen einem passgenauen Rahmen und einem, der nachträglich angepasst werden muss. Wichtig: Im Konfigurator geben Sie Ihre genauen Wunschmasse ein - nicht das Rohbauausmass oder den Konstruktionsdurchbruch. Was Sie sehen möchten, das geben Sie ein.

Bodenbelag und Befestigung vorher prüfen

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern unterteilt einen hellen Wohnraum von einem Ess- und Küchen

Auf Hohlraumboden - in modernen Bürogebäuden in der Schweiz weit verbreitet - sind Spezialbefestigungen erforderlich, die sich von Standarddübeln auf Estrich oder Betonboden grundlegend unterscheiden. Dieser Punkt muss im Angebot explizit ausgewiesen sein. Nachträgliche Änderungen der Befestigungsart nach der ersten Montagebesichtigung sind vermeidbar, wenn der Bodenaufbau vor der Bestellung abgeklärt wird. Rechnen Sie bei Hohlraumboden mit einem Aufpreis von ungefähr CHF 55 bis CHF 130 pro Befestigungspunkt.

Elektroplanung und Leitungsführung vor der Montage

Elektrische Leitungen und Datenkabel müssen vor der Montage des Raumteilers verlegt sein. Eine nachträgliche Kabelführung durch geschlossene Stahlprofile ist technisch möglich - optisch aber unbefriedigend und in der Regel teurer als eine vorausschauende Koordination mit dem Elektriker. Das betrifft konkret:

  • Klingelanlagen und Gegensprechanlagen am Empfangstresen
  • Netzwerkdosen im Profilrahmen: Kabelkanal vor der Montage einziehen
  • Beleuchtung im Profil: Trafo-Position und Kabelquerschnitt mit dem Elektriker abstimmen
  • Sichtschutzfolie oder satiniertes Glas: Höhe des Sichtschutzbereichs frühzeitig festlegen

Glasgewicht und Transportweg einplanen

Glasscheiben ab ungefähr 1,5 m² Fläche wiegen je nach Glasart zwischen 15 und 30 kg. Für den Transport in den Einbauort braucht es mindestens eine 90 cm breite Türöffnung oder einen Lastenaufzug. In Gründerzeithäusern in Zürich oder Bern mit engen Treppenhäusern und historischen Türbreiten lohnt es sich, diesen Punkt vor der Bestellung zu klären - im Zweifel durch eine Besichtigung vor Ort.

RAL-Farbe anhand von Mustern entscheiden - nicht am Bildschirm

Schwarze Stahlprofile in RAL 9005 wirken in einem Büro mit weissen Türrahmen und hellen Böden anders als auf dem Bildschirm. RAL 7016 Anthrazitgrau oder RAL 7021 Schwarzgrau lassen sich mit einem breiteren Spektrum an Bestandselementen kombinieren und fügen sich in viele Schweizer Altbauten besser ein als reines Schwarz. Entscheiden Sie die Profilfarbe anhand von Pulverbeschichtungsmustern - nicht anhand von Bildschirmdarstellungen. Die Abstimmung auf bestehende Türrahmen, Fensterprofile oder Heizkörper gehört in die Planungsphase, nicht auf die Baustelle.

Lieferzeit realistisch einplanen

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und gleichmäßigem Sprossenraster trennt Wohnbereich und Essbereich voneinander.

Die Produktionszeit für Raumteiler nach Mass beträgt bei Manufaktur X 5 bis 6 Wochen ab Bestellbestätigung. Mietbeginn, Praxiseröffnung oder Übergabetermin sind entsprechend rückwärts zu planen. Wer zwei Wochen vor dem geplanten Einzug bestellt, kann den Termin nicht einhalten.

Häufige Planungsfehler - und wie Sie sie von Anfang an vermeiden

Falsches Aufmass, falsche Glaswahl

Zwei Fehler treten bei der Planung von Stahl-Glas-Raumteilern besonders häufig auf - und beide sind in der Vorbereitungsphase vollständig vermeidbar.

Der erste ist das unvollständige Aufmass. Nur die freie Raumhöhe zu messen und dabei Lüftungskanäle, Sprinkler oder abgehängte Decken zu übersehen, führt zu Profilrahmen, die nicht passen. In Bestandsgebäuden der Schweiz - Gründerzeitbauten, Reihenhäuser der 1970er-Jahre, modernisierte Lofts - sind Abweichungen von 15 bis 30 cm keine Seltenheit. Messen Sie an mehreren Punkten, und geben Sie im Konfigurator Ihre tatsächlichen Wunschmasse ein.

Der zweite Fehler ist die falsche Glaswahl. ESG dort einzubauen, wo VSG aus Sicherheitsgründen sinnvoll wäre, ist kein Kostenvorteil. Lassen Sie sich die Glasart schriftlich bestätigen, bevor Sie die Bestellung freigeben - mündliche Zusagen sind im Nachhinein schwer nachzuweisen.

Elektro- und Montagekoordination auf den letzten Moment verschoben

Kabelwege und Befestigungsart sind keine Details, die sich nach der Montage noch unkompliziert anpassen lassen. Klären Sie beides vor der Bestellung: Welcher Bodenbelag liegt vor? Wo verlaufen Leitungen? Wie breit sind die Zugänge im Treppenhaus? Diese Fragen kosten vor der Bestellung eine halbe Stunde - nach der Montage unter Umständen deutlich mehr.

Wer sich bei der Planung unsicher ist, kann die Beratung von Manufaktur X nutzen, bevor eine Bestellung aufgegeben wird. Alle Optionen lassen sich direkt auf manufakturx.ch im 3D-Konfigurator durchspielen - mit Echtzeit-Vorschau und verbindlichem Festpreis.

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