Raumteiler ohne Bohren? Was in der Schweizer Mietwohnung wirklich funktioniert - und was nicht
Die kurze Antwort zuerst: Einen echten, raumhohen Raumteiler aus Stahl und Glas kann man nicht einfach hinstellen - er wird verschraubt. Was "ohne Bohren" wirklich bedeutet, beschränkt sich auf freistehende Paravents oder Faltwände: bewegliche Möbelstücke, keine dauerhaften Trennwände. Der Raumteiler nach Mass von Manufaktur X ist eine feste Stahl-Glas-Wand, die in Boden, Wand und gegebenenfalls Decke verankert wird. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, welche Lösung wann sinnvoll ist - ohne Schönreden.

Was "ohne Bohren" im Alltag wirklich bedeutet
Der Begriff klingt verlockend, besonders für alle, die in einer Mietwohnung wohnen und keine Löcher riskieren wollen. Tatsächlich umfasst "bohrfrei" aber nur eine Kategorie: freistehende Raumtrenner, die sich durch ihr Eigengewicht oder ihre Standfläche halten. Das sind klassische Paravents, Faltwände oder schwere Designstellwände. Sie stehen frei im Raum und können jederzeit verrückt werden.
Was es nicht gibt - trotz mancher Marketingversprechen von Onlineshops - ist ein stabiles, raumhohes Stahl-Glas-System, das ohne Befestigung auskommt. Klemmsysteme, die sich zwischen Boden und Decke spannen, gibt es vereinzelt, aber sie sind für grosse Glasflächen weder sicher noch empfehlenswert: Schweizer Altbauten mit Gründerzeitböden oder abgehängten Decken aus den 70ern bieten selten die gleichmässige Gegenfläche, die ein sicheres Klemmsystem braucht.
Manufaktur X fertigt keinen freistehenden Paravent. Falls Sie ausdrücklich eine bohrfreie, verschiebbare Lösung suchen, ist das ein anderes Produkt - und wir sagen das lieber direkt, bevor Sie Zeit verlieren.
Der freistehende Paravent: Stärken und Grenzen
Ein Paravent hat seinen Platz - aber man sollte wissen, was er kann und was nicht. Er ist sofort einsatzbereit, hinterlässt keine Spuren und lässt sich beliebig umstellen. Für eine temporäre Sichtschutzlösung, eine improvisierte Ankleide hinter dem Bett oder einen dekorativen Blickfang ist er gut geeignet.
Drei Einschränkungen bleiben aber bestehen, egal wie schwer oder hochwertig der Paravent ist:
- Keine Raumhöhe: Die meisten freistehenden Modelle enden weit unter der Decke. Bei den in der Schweiz üblichen Raumhöhen von 2,5 bis über 3 Metern - wie sie in vielen Altbauten entlang der Seeachsen oder in städtischen Jahrhundertwendebauten vorkommen - bleibt oben immer ein offener Streifen.
- Eingeschränkte Standfestigkeit: Ein Paravent kann umgestossen werden. In Haushalten mit Kindern oder Haustieren ist das ein ernsthaftes Thema, nicht nur ein theoretisches Risiko.
- Optische, keine echte Trennung: Ein Paravent teilt den Raum visuell, aber nicht klar. Geräusche, Licht und Luftströme gehen ungehindert drüber hinweg.
Wer einen Wohnbereich dauerhaft und klar gliedert - zum Beispiel ein Homeoffice im offenen Grundriss eines Zürcher Lofts oder eine Schlafzone in einer Neubauwohnung in Bern - für den ist ein Paravent keine echte Lösung.
Warum die feste Stahl-Glas-Wand immer montiert wird
Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand wird verschraubt, weil genau das ihre Stärke ausmacht: Sie steht dauerhaft im Lot, wackelt nicht, trägt grosse Glasflächen sicher und schafft eine klare Raumgrenze. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen - kratzfest, gleichmässig in der Farbe, umweltfreundlich im Prozess - wird am Boden und an der angrenzenden Wand befestigt. Je nach Konfiguration kommt eine Fixierung oben dazu.
In unserer Fertigung zeigt sich immer wieder: Der häufigste Grund, warum eine Trennwand nachträglich korrigiert werden muss, ist nicht ein Produktionsfehler, sondern eine ungenaue Aufmassung vor Ort. Deshalb geben Kunden bei Manufaktur X die exakten Wunschmasse ein - Breite und Höhe des fertigen Elements, nicht die Rohbauöffnung. Das verhindert Missverständnisse und sorgt dafür, dass die Wand beim ersten Versuch sitzt.
Das Glas wird als Sicherheitsglas (ESG oder VSG) eingesetzt - das ist bei grossen Flächen in einem Wohnraum der einzig sinnvolle Standard. Glasdicken und Verbundaufbau sind auf die jeweilige Flächengrösse abgestimmt; das ist kein Detail, das man an einem Paravent findet.
Paravent vs. feste Stahl-Glas-Wand: direkter Vergleich
| Eigenschaft | Paravent / Faltwand (bohrfrei) | Feste Stahl-Glas-Wand (montiert) |
|---|---|---|
| Befestigung | keine, steht frei | verschraubt in Wand und Boden |
| Bohren nötig | nein | ja |
| Standfestigkeit | gering, kann umkippen | hoch, dauerhaft stabil |
| Raumhöhe | meist nicht erreichbar | nach Mass, raumhoch möglich |
| Trennwirkung | dekorativ, loser Sichtschutz | klare, dauerhafte Raumgrenze |
| Verschiebbar | jederzeit | fest, nicht verschiebbar |
| Von Manufaktur X erhältlich | nein | ja |
Mietwohnung in der Schweiz: Darf ich bohren?
Das Mietrecht in der Schweiz erlaubt Mietern grundsätzlich einen sachgemässen Gebrauch der Wohnung - dazu gehören in der Praxis auch normale Bohrlöcher für Regale, Lampen oder Gardinenstangen. Wer beim Auszug die Löcher sauber verspachtelt und überstreicht, handelt im Rahmen des Üblichen.
Anders sieht es bei denkmalgeschützten Liegenschaften aus, die es in Schweizer Altstädten - Zürich, Basel, Bern, Luzern - häufig gibt. Dort können zusätzliche Auflagen gelten. Wer sichergehen will, spricht die Montage kurz mit der Verwaltung oder dem Vermieter ab. Das ist kein grosses Hindernis, sondern eine einfache Absicherung - und in den meisten Fällen unkompliziert.
Ein weiteres Schweizer Detail: In Neubauten der 70er und 80er Jahre mit Hohlraumböden oder abgehängten Decken lohnt es sich, die Befestigungspunkte vor der Montage zu prüfen. Stahl-Glas-Wände sind schwer; die Verankerung muss im Tragwerk sitzen, nicht nur im Belag.
Wann der Schritt zur festen Stahl-Glas-Wand sinnvoll ist
Eine feste Trennwand lohnt sich, wenn Sie eine Raumsituation dauerhaft verändern wollen - nicht nur provisorisch kaschieren. Typische Anwendungsfälle in Schweizer Wohnungen und Häusern:
- Offener Grundriss in einem Altbau, der in Wohnbereich und Homeoffice aufgeteilt werden soll
- Reihenhäuser oder Maisonetten, in denen eine Zone ohne aufwändige Maurerarbeiten abgetrennt werden soll
- Dachgeschosswohnungen mit Schrägen, bei denen ein Glasabtrenner mehr Licht lässt als eine gemauerte Wand
- Lofts oder umgenutzte Gewerberäume, bei denen der industrielle Charakter erhalten bleiben soll
Der Raumteiler von Manufaktur X wird nach Ihren Angaben gefertigt: Sie bestimmen Breite und Höhe, wählen die Glasart (Klar, Milchglas, Rauch oder Dunkelrauch) und ob Sprossen - also horizontale und vertikale Stahlstreben im gleichmässigen Raster - Teil des Designs sein sollen. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen ist in jeder RAL-Farbe lieferbar. Optional lassen sich Seitenteile und ein Oberteil ergänzen, um die Fläche vollständig zu schliessen. Wer zusätzlich eine begehbare Tür braucht, findet das passende Produkt bei der Lofttür nach Mass.
Preise und Lieferzeit: was Sie in der Schweiz erwartet
Der Preis des Raumteilers nach Mass ergibt sich direkt aus Ihren Eingaben: Breite, Höhe, Glasart und RAL-Farbe bestimmen den Endpreis - transparent, ohne versteckte Aufschläge. Ein optionaler Durchgang reduziert die Glasfläche und damit den Preis. Die Standardkonfiguration startet ab 2.212 Franken.
| Produkt | Preis ab | Hinweis |
|---|---|---|
| Lofttür | 1.215 CHF | Günstigste mögliche Variante |
| Raumteiler | 2.325 CHF | Stahl-VSG, individuelle Breite |
| Großes Regal | 3.360 CHF | Massivholz, Stahlgestell, raumhoch |
| Esstisch | 1.660 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Couchtisch | 1.215 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Sitzbank | 1.155 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| TV-Board | 1.615 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Rohrregal | 1.120 CHF | Modulares Rohrregal |
Gefertigt wird in der EU, direkt vom Hersteller. Lieferzeit: 5 bis 6 Wochen ab Bestelleingang. Für Kunden in der Schweiz sind alle Preise inklusive Zoll und Import - kein unerwarteter Mehraufwand beim Empfang der Lieferung. Im 3D-Konfigurator sehen Sie Ihr konfiguriertes Element in Echtzeit und erhalten den Festpreis sofort, bevor Sie bestellen.
Zum Vergleich: Standardisierte Raumteiler aus dem Einrichtungshandel - ob Micasa oder grosse Möbelketten - bieten keine Massfertigung und sind in der Regel deutlich kleiner oder weniger stabil. Die Massfertigung ist hier kein Luxus, sondern schlicht die einzige Möglichkeit, eine unregelmässige Wandsituation oder eine besondere Raumhöhe sauber zu lösen.
Häufige Fragen
Gibt es den Manufaktur-X-Raumteiler auch in einer bohrfreien Version?
Nein. Der Raumteiler von Manufaktur X ist eine feste Stahl-Glas-Wand, die in Boden und Wand verschraubt wird. Eine freistehende, klemmbare oder selbststehende Variante bieten wir nicht an. Wer ausdrücklich keine Löcher setzen darf oder will, ist mit einem freistehenden Paravent besser bedient - den fertigen wir jedoch nicht.
Was kostet ein Raumteiler nach Mass, und was ist im Preis enthalten?
Der Startpreis liegt bei 2.212 Franken in der Standardkonfiguration. Im Preis enthalten: Massfertigung nach Ihren Angaben, pulverbeschichteter Stahlrahmen in Ihrer RAL-Wahl, Sicherheitsglas (ESG/VSG) in der gewählten Glasart, Lieferung in die Schweiz inklusive Zoll und Import. Kein versteckter Aufschlag bei der Grenzübergabe.
Kann ich den Raumteiler selbst montieren?
Die Montage einer Stahl-Glas-Wand ist handwerklich anspruchsvoll: Bohren, exaktes Ausrichten im Lot und das sichere Einsetzen des Sicherheitsglases sind nötig - idealerweise zu zweit. Ob Sie das selbst übernehmen oder einen Monteur beauftragen, hängt von Ihrer Erfahrung und der konkreten Einbausituation ab. Wichtig ist in jedem Fall: Die Masse werden vor Ort aufgenommen und exakt eingegeben - die häufigste Fehlerquelle bei Massmöbeln ist nicht die Fertigung, sondern eine ungenaue Aufmassung.
Welche Glasarten sind erhältlich?
Sie wählen zwischen Klarglas, Milchglas, Rauchglas und Dunkelrauchglas. Optional lassen sich Sprossen - gleichmässig verteilte horizontale und vertikale Stahlstreben - als Designelement ergänzen. Kein Feld-Mix: Eine Glasart gilt für den gesamten Raumteiler. Das Glas wird immer als Sicherheitsglas (ESG oder VSG) ausgeführt.
Darf ich in einer Schweizer Mietwohnung für eine solche Wand bohren?
In der Regel ja - sachgemäss gesetzte Löcher, die beim Auszug ordentlich verschlossen werden, gelten als normaler Mietgebrauch. Bei denkmalgeschützten Liegenschaften oder besonders strengen Mietbedingungen empfiehlt sich eine kurze Rücksprache mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Das ist in der Praxis selten ein echtes Hindernis.




