Offenen Wohnbereich gliedern: Massanfertigungen für Altbau, Neubau und offene Grundrisse
Wer in einer Gründerzeitwohnung oder einem Reihenhausanbau aus den 70ern lebt, kennt das Dilemma: Der offene Grundriss fühlt sich grosszügig an - bis man feststellt, dass Kochen, Arbeiten und Entspannen ohne jede Abgrenzung in einem einzigen Raum stattfinden. Mehr Struktur schaffen, ohne gleich Wände hochzuziehen, ist das Ziel. Und genau hier liegen die Stärken von Massanfertigungen, die auf den Zentimeter genau auf die tatsächlichen Raumverhältnisse abgestimmt sind.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Methoden in der Praxis taugen, wo die häufigsten Planungsfehler entstehen - und wie Sie mit dem 3D-Konfigurator von Manufaktur X eine technisch saubere Lösung direkt online planen können.
Vier konkrete Probleme des offenen Grundrisses
Offene Wohn- und Essbereiche haben echte Qualitäten: Tageslicht dringt tief in den Raum, Gespräche fliessen zwischen den Zonen. Ohne Gliederung entstehen jedoch vier Probleme, die sich baulich lösen lassen:
- Keine klare Funktionsabgrenzung: Kochen, Arbeiten und Entspannen konkurrieren räumlich miteinander - das kostet Konzentration und Erholung.
- Schall: In offenen Räumen breitet sich Lärm ungedämpft aus. Kochgeräusche überlagern das Gespräch auf dem Sofa; Videokonferenzen stören den Rest der Familie.
- Gerüche: Eine offene Küche ohne bauliche Trennung verteilt Kochgerüche in alle Wohnzonen - ein Faktor, der besonders in Wohnungen mit tiefen Grundrissen spürbar ist.
- Sichtachsen: Unordnung in einer Zone ist aus dem ganzen Raum sichtbar, was den subjektiven Stress erhöht.
Diese Probleme lassen sich mit temporären Mitteln (Vorhänge, Pflanzen) abschwächen oder mit dauerhaften Masslösungen strukturell lösen. Was sinnvoll ist, hängt von Raumgrösse, Nutzung und baulichen Gegebenheiten ab.
Die wichtigsten Gliederungsmethoden im Überblick

| Methode | Wirkung | Flexibilität | Massanfertigung nötig? |
|---|---|---|---|
| Lofttür (Stahl-Glas) | Akustisch + visuell, Licht bleibt erhalten | Gering (fest eingebaut) | Fast immer - Altbauöffnungen selten normgerecht |
| Raumteiler (Stahl-Glas) | Visuell, Licht bleibt erhalten | Gering (fest eingebaut) | Ja - Raumhöhe und -breite individuell |
| Grosses Regal | Visuell, Stauraum | Mittel (verschiebbar mit Rollen) | Empfehlenswert - Deckenhöhe variiert |
| Rohrregal | Visuell, Stauraum | Mittel | Empfehlenswert |
| Sitzbank mit Rückenlehne | Visuell, Sitzfunktion | Hoch | Sinnvoll bei Nischen und unregelmässigen Wandlängen |
| Bodenbelagswechsel | Visuell (Zonenmarkierung) | Keine | Nein (bauliche Massnahme) |
| Pflanzen / Paravents | Visuell, leicht umsetzbar | Sehr hoch | Nein |
Massmöbel oder Standardware: Was leistet welche Option?
Standardregale aus dem Handel kommen in Breiten von 60, 80 oder 100 cm - eine typische Altbauwand in der Schweiz misst aber vielleicht 237 oder 314 cm. Das Ergebnis sind Füllstücke, Sockelleisten-Kompromisse und Lücken, die weder optisch noch funktional überzeugen. Wer schon einmal bei Micasa oder IKEA nach einer Lösung für eine Gründerzeitnische gesucht hat, weiss, wovon hier die Rede ist.
Massmöbel von Manufaktur X werden nach Ihren genauen Angaben gefertigt. Im 3D-Konfigurator geben Sie Breite und Höhe ein, wählen Material und Oberfläche - und sehen den Festpreis in Franken sofort, ohne Angebotswartezeit.
In unserer Fertigung sehen wir regelmässig: Bei rund 70 % der Lofttür-Projekte besteht zwischen der linken und rechten Wandseite ein Höhenunterschied von mindestens 5 mm. Bei Standardtüren wird das schlicht ignoriert; bei einer massgefertigten Stahl-Glas-Konstruktion muss dieser Wert beim Aufmass berücksichtigt werden. Das ist kein Qualitätsmangel des Gebäudes - das ist das normale Ergebnis jahrzehntelanger Setzungsprozesse in Altbauten.
Was Massanfertigung konkret kostet
Der Preisunterschied zu Standardmöbeln ist real, aber kleiner als häufig angenommen - weil kein Zwischenhändler dazwischensteht. Manufaktur X verkauft ausschliesslich direkt. Alle Preise verstehen sich inklusive Lieferung in die Schweiz, Zoll und Einfuhrabgaben - keine bösen Überraschungen beim Empfang.
| Produkt | Preis ab | Hinweis |
|---|---|---|
| Lofttür | 1.215 CHF | Günstigste mögliche Variante |
| Raumteiler | 2.325 CHF | Stahl-VSG, individuelle Breite |
| Großes Regal | 3.360 CHF | Massivholz, Stahlgestell, raumhoch |
| Esstisch | 1.660 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Couchtisch | 1.215 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Sitzbank | 1.155 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| TV-Board | 1.615 CHF | Massivholz, Stahlgestell |
| Rohrregal | 1.120 CHF | Modulares Rohrregal |
Lofttür nach Mass: Akustische Trennung, ohne auf Licht zu verzichten
Eine Lofttür nach Mass konfigurieren ist die dauerhafteste Methode, um einen offenen Wohnbereich zu gliedern, ohne das Raumgefühl zu zerstören. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen mit Glasfüllung lässt Tageslicht passieren und schliesst den Bereich gleichzeitig akustisch ab - besonders relevant zwischen Küche und Wohnraum oder zwischen Wohn- und Homeoffice-Bereich.
Technische Details aus unserer Fertigung:
- Glastypen: Lofttüren werden ausschliesslich mit Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbund-Sicherheitsglas (VSG) ausgeführt. ESG bricht bei Beschädigung in kleine, stumpfe Fragmente. VSG hält bei Bruch zusammen, weil eine Zwischenfolie die Scherben bindet - relevant bei Türen in stark frequentierten Durchgängen oder in Haushalten mit Kindern.
- Glasoptionen: Im Konfigurator wählbar sind Klarglas, Milchglas, Rauchglas und Dunkelrauchglas. Zusätzlich ist Strukturglas (geriffelte, eingebrannte Oberfläche) erhältlich.
- Sprossenmuster: Horizontale und vertikale Streben sind frei kombinierbar - Anzahl und Anordnung werden individuell konfiguriert. Das Sprossenmuster ist eine Gestaltungsoption und unabhängig vom gewählten Glastyp.
- Stahlrahmen: Pulverbeschichtet nach RAL-Farbsystem, Schichtdicke typisch 60-80 µm. Die Pulverbeschichtung ist lösungsmittelbeständig, kratzfester als nasslackierte Oberflächen und gleichmässig in der Farbe - ein Vorteil gegenüber Nassanstrich, der in der Produktion auch umweltschonender ist.
- Montagefuge: Planen Sie pro Seite ca. 5 mm Fuge ein. Diese Toleranz ist keine Ungenauigkeit - sie ist technisch notwendig, um Wandunebenheiten auszugleichen und Wärmedehnung des Stahlrahmens zu kompensieren.
- Türoptionen: Einzeltür, Doppeltür oder Pivot-Drehtür; Griffstil, Anschlagseite, Magnetschloss und Öffnungswinkel sind frei wählbar. Optionale Seitenteile und Oberlicht erlauben die Planung als Gesamtkomposition.
- Lieferzeit: 5-6 Wochen ab Auftragsbestätigung.
Raumteiler nach Mass: Zonen schaffen, Licht behalten
Ein Raumteiler nach Mass konfigurieren unterscheidet sich von der Lofttür darin, dass er keine Türöffnung enthält - er ist eine feststehende Stahl-Glas-Wand, die den Raum optisch gliedert, Licht aber ungehindert durchlässt. Typische Einsatzbereiche: Homeoffice-Bereich im Wohnzimmer abtrennen, Ess- und Kochzone in einem Loftgeschoss trennen, oder einen Durchgang zwischen zwei Räumen gestalterisch rahmen.

Raumteiler lassen sich mit einer integrierten Türöffnung kombinieren - in diesem Fall wird die Gesamtlösung als Einheit konfiguriert. Lieferzeit: 5-6 Wochen.
Regale als Raumgliederer: Massivholz in drei Holzarten
Regale sind die flexibelste dauerhafte Gliederungsmethode: Sie schaffen Stauraum und definieren Zonen gleichzeitig. Entscheidend ist die Materialwahl.
Eiche, Buche oder Esche - was unterscheidet die drei Holzarten?
Alle Regalböden bei Manufaktur X - sowohl beim Grossen Regal nach Mass als auch beim Rohrregal nach Mass - werden aus echtem Massivholz gefertigt, kein Furnier, keine Spanplatte. Das ist keine Marketingaussage, sondern eine technische Entscheidung: Massivholz lässt sich nachschleifen, trägt höhere Punktlasten und zeigt nach Jahren keine Kantenabplatzungen wie furnierte Platten.
| Holzart | Brinell-Härte (HB) | Charakter | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Eiche | ca. 3,7 | Grobe Maserung, warm-braun, markante Poren | Industriell, Loft, Altbau |
| Buche | ca. 3,8 | Feine, gleichmässige Maserung, hell | Skandinavisch, modern, helle Räume |
| Esche | ca. 4,0 | Ausgeprägte Flammenmaserung, hell-grau | Zeitgenössisch, kontrastreich |
Hinweis zu den Härtewerten: Die Brinell-Härte nach DIN EN 1534 ist ein Laborwert unter definierten Bedingungen; die Praxishärte hängt zusätzlich von Oberflächenbehandlung und Holzfeuchte ab.
Geölt oder lackiert: Was im Alltag zählt
Geölte Oberflächen fühlen sich natürlicher an - Rotwein oder Kaffee muss aber sofort aufgewischt werden, da das Öl keine vollständige Barriere bildet. Der Vorteil: Kratzer lassen sich lokal nachölen, ohne die ganze Fläche neu behandeln zu müssen. Lackierte Oberflächen sind dichter und alltagsrobuster, bei tiefen Kratzern ist jedoch eine vollständige Neulackierung nötig. In der Praxis wählen Kunden mit Kindern im Haushalt häufiger die lackierte Variante; wer den natürlichen Holzcharakter bevorzugt, greift zur geölten Ausführung.
Aufmass: Wo die meisten Fehler entstehen
Der häufigste Ursprung von Problemen ist nicht die Fertigung - es ist das Aufmass. In unserer Werkstatt entsteht die weitaus grösste Zahl an Rückfragen durch falsch gemessene Öffnungen, nicht durch Produktionsfehler. Die gute Nachricht: Diese Fehler sind vollständig vermeidbar.

Die sechs häufigsten Aufmassfehler - und wie Sie sie umgehen
- Baupläne statt Vor-Ort-Messung: Baupläne geben Sollmasse an, keine Istmasse. Schweizer Altbauobjekte - ob Gründerzeitwohnung in Basel oder saniertes Reihenmittelhaus im Mittelland - weichen regelmässig um 10-30 mm vom Plan ab. Messen Sie immer vor Ort, an mindestens drei Punkten (oben, Mitte, unten).
- Sockelleisten vergessen: Eine 15 mm hohe Sockelleiste reduziert die nutzbare Breite auf beiden Seiten. Wer das vergisst, erhält ein Möbelstück, das nicht bündig an der Wand steht.
- Heizkörper und Steckdosen übersehen: Hinter einem Regal oder einer Sitzbank verschwinden Steckdosen dauerhaft. Alle Anschlüsse sollten vor der Konfiguration auf einer Skizze eingezeichnet werden.
- Türöffnungsradius nicht eingeplant: Eine Lofttür mit 900 mm Flügelbreite benötigt 900 mm freien Schwenkbereich. Wer das nicht einplant, stellt fest, dass die Tür gegen die Sitzbank schlägt.
- Montagefuge nicht berücksichtigt: Ca. 5 mm Fuge pro Seite zwischen Möbelstück und Wand sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine gerade Ausrichtung an unebenen Wänden.
- Höhe nur einmal gemessen: Altbaudecken sind selten horizontal. Messen Sie die lichte Höhe an mindestens drei Punkten entlang der geplanten Möbelbreite und verwenden Sie das kleinste Mass.
Esstisch und Sitzbank: Möbel, die Zonen definieren
Eine Sitzbank nach Mass kann im offenen Grundriss zwei Aufgaben gleichzeitig übernehmen: Sie markiert die Grenze zwischen Ess- und Wohnbereich und bietet Sitzfläche. Eine Sitzbank mit hoher Rückenlehne wirkt als niedrige Trennwand, ohne den Raum optisch zu schliessen.
Der Esstisch nach Mass markiert die Esszone durch Positionierung und Dimensionierung. Zu kleiner Tisch wirkt verloren, zu grosser blockiert Laufwege. Als Faustregel gilt: 60-65 cm Tischbreite pro Person, mindestens 90 cm Abstand zur nächsten Wand oder zum nächsten Möbelstück.

Tisch- und Bankplatten bei Manufaktur X sind wahlweise als Leimholz (echtes Massivholz aus verleimten Brettern) oder als Furnier erhältlich. Leimholz zeigt die natürliche Brettstruktur mit leichten Farbunterschieden zwischen den Lagen - das ist kein Fehler, sondern das charakteristische Merkmal echter Massivholzplatten.
Akustik im offenen Wohnraum: Was wirklich hilft
Harte, glatte Flächen reflektieren Schall; weiche, poröse Materialien absorbieren ihn. Die wirksamsten Massnahmen in absteigender Reihenfolge:
- Teppich auf mindestens 40 % der Bodenfläche: Der grösste Einzeleffekt - Böden sind die grösste reflektierende Fläche im Raum.
- Vollbestückte Bücherregale: Bücher absorbieren Schall durch ihre unregelmässige, poröse Oberfläche. Ein voll befülltes Regal wirkt akustisch deutlich besser als ein dekorativ halb leeres.
- Polstermöbel und Vorhänge: Jede textile Fläche trägt zur Dämpfung bei; schwere Stoffe wirken besser als leichte.
- Raumteiler aus Stahl-Glas: Reduziert die Schallausbreitung zwischen Zonen - relevant, wenn das Raumkonzept bewusst auf harte Materialien setzt.
Warum klare Zonen das Wohlbefinden steigern
Unser Gehirn verarbeitet Räume über erkennbare Grenzen, die signalisieren, welches Verhalten in welcher Zone angemessen ist. Ein Arbeitsbereich ohne visuelle Abgrenzung vom Wohnbereich erschwert das kognitive Abschalten nach der Arbeit erheblich. Studien zur Umgebungspsychologie (vgl. Scopelliti & Giuliani, Journal of Environmental Psychology, 2021) zeigen, dass Personen in klar gegliederten Räumen weniger Erschöpfungssymptome berichten als in unstrukturierten offenen Grundrissen.
Für die Planung bedeutet das: Jede Zone braucht mindestens ein primäres Ankermöbel (Esstisch, Sofa, Schreibtisch) und eine sekundäre Grenzmarkierung (Teppich, Regal, Licht). Zwei Ankerpunkte reichen für eine funktionierende Zone - weitere Elemente erhöhen die Komplexität ohne proportionalen Gewinn.
Drei Lebenssituationen - drei Ansätze
Familien mit Kindern
Die Anforderung hier ist Sichtbarkeit bei gleichzeitiger Abgrenzung: Kinder sollen beim Spielen im Blickfeld bleiben, der Spielbereich soll sich abends aber zurückziehen lassen. Ein Rohrregal auf Rollen, das tagsüber den Spielbereich begrenzt und abends verschoben wird, ist eine bewährte Lösung. Wichtig: Regale, die als Raumteiler dienen, müssen wandseitig gegen Kippen gesichert sein, sobald Kinder im Haushalt leben.

Homeoffice im offenen Wohnraum
Ein Arbeitsbereich im Wohnraum funktioniert langfristig nur, wenn er visuell abgeschlossen werden kann. Eine Lofttür nach Mass oder ein Raumteiler nach Mass zwischen Arbeits- und Wohnzone ist die technisch sauberste Lösung - sie ermöglicht auch akustische Trennung bei Videokonferenzen. Wer keine bauliche Massnahme möchte, kann mit einem hohen Regal arbeiten, das zur Wohnseite hin dekorativ gestaltet ist und zur Arbeitsseite als Stauraum dient.
Altbausanierung in der Schweiz
Ob Jugendstilwohnung in Zürich, Altbau im Berner Altstadt-Quartier oder umgebauter Bauernhausanteil im Mittelland - Altbauten stellen besondere Anforderungen. Wände sind selten lotrecht, Böden nicht immer eben, und Türöffnungen weichen erheblich von Standardmassen ab. In unserer Fertigung messen wir bei Altbau-Projekten regelmässig Wandneigungen von 3-8 mm auf 2 m Länge. Bei einem massgefertigten Regal oder Raumteiler wird dieser Wert im Aufmass berücksichtigt; bei einem Standardmöbel aus dem Handel führt er zu sichtbaren Fugen. Massanfertigung ist hier keine Komfortoption, sondern häufig die einzige technisch saubere Lösung.
Multifunktionale Möbel: Doppelnutzen im offenen Grundriss
Im offenen Wohnraum ist jedes Möbelstück, das nur eine Funktion erfüllt, eine verpasste Chance. Kombinationen, die in der Praxis überzeugen:
- Sitzbank mit Stauraum: Begrenzt die Esszone zur Wohnzone hin, bietet Sitzfläche und schliesst Stauraum ein - besonders relevant in Schweizer Wohnungen ohne separate Abstellkammer.
- Rohrregal beidseitig zugänglich: Zur Wohnseite Bücher und Dekoration, zur Küchenzone Kochbücher und Vorräte.
- Esstisch mit Einlegeplatten: Ein Esstisch nach Mass mit Erweiterungsfunktion wächst von der Alltagsgrösse für vier Personen auf die Festgrösse für acht - ohne dauerhaft zu viel Fläche zu belegen.
Bodenbelag und Licht: Zonierung ohne Möbel

Bodenbelagswechsel markiert Zonengrenzen zuverlässig: Parkett im Wohnbereich, Feinsteinzeug in der Küche, ein Teppich unter der Sitzgruppe. Der Wechsel des Belags signalisiert dem Auge eine Funktionsänderung ohne physische Barriere. Wichtig: Übergänge zwischen verschiedenen Belägen sollten bündig sein oder durch einen sauber verarbeiteten Übergangsstreifen abgeschlossen werden - Stolperkanten entstehen sonst an täglich frequentierten Stellen.
Beleuchtungszonen wirken besonders abends stark: Ein Pendelleuchter über dem Esstisch - Hängepunkt ca. 70-75 cm über der Tischoberfläche - eine Stehleuchte im Lesebereich, helles Arbeitslicht in der Küche. Unterschiedliche Lichttemperaturen (warm im Wohnbereich, neutral-kalt in der Küche) verstärken den Zoneneffekt zusätzlich.
Temporäre Lösungen: Pflanzen, Vorhänge, Paravents
Temporäre Lösungen haben ihren Platz - sie sind günstig, flexibel und reversibel. Ihre Grenzen sollte man aber kennen:
- Grossblättrige Zimmerpflanzen (Monstera, Ficus lyrata, Strelitzie) in Kübeln ab 40 cm Topfdurchmesser erzeugen eine grüne Sichtbarriere. Sie ersetzen keine akustische Trennung, wirken aber als visuelle Grenzmarkierung.
- Deckenmontierte Vorhänge auf einer Schiene lassen sich bei Bedarf schliessen und tagsüber vollständig öffnen. Halbtransparente Stoffe lassen Licht durch und nehmen trotzdem die direkte Sicht - sinnvoll zwischen Wohn- und Schlafbereich in Studios.
- Paravents sind die flexibelste Lösung, aber auch die instabilste: Sie kippen bei Zugluft und bieten keine akustische Wirkung.
Kücheninsel und bauliche Raumteiler
Eine Kücheninsel markiert die Kochzone und schafft einen Übergang zum Ess- oder Wohnbereich. Mit Barhockern wird sie zur Kommunikationszone. Für die Planung gilt: Mindestabstand zur gegenüberliegenden Küchenzeile 90 cm für eine Person, 120 cm für zwei Personen gleichzeitig.
Halbhohe Zwischenwände oder Podeste sind bauliche Massnahmen, die eine klare Höhendifferenz schaffen. Ein Podest von 15-20 cm Höhe definiert eine Zone eindeutig, ohne Wände hochzuziehen. Die Ausführung erfordert einen Handwerker; der Effekt ist dauerhaft.
Direkt konfigurieren: Wie Sie Ihre Masslösung online planen
Manufaktur X produziert alle Möbel in der EU und liefert direkt in die Schweiz - inklusive Zoll und Einfuhrabgaben, ohne versteckte Zusatzkosten. Im 3D-Konfigurator auf manufakturx.ch planen Sie Ihre Masslösung vollständig online: Masse eingeben, Material und Oberfläche wählen, Festpreis in Franken sofort sehen. Kein Aussendiensttermin, keine Angebotswartezeit, keine Zwischenhändler.
Die Produktionszeit beträgt 5-6 Wochen für alle Produkte ab Auftragsbestätigung.

Häufige Fragen
Wie viel Montagefuge muss ich bei einer massgefertigten Lofttür einplanen?
Planen Sie pro Seite ca. 5 mm Fuge zwischen Türrahmen und Wand ein. Diese Toleranz ermöglicht den Ausgleich von Wandunebenheiten und wird beim Einbau mit Montageschaum oder Dichtband geschlossen. Ohne diese Fuge lässt sich ein Stahlrahmen in einer nicht exakt lotrechten Öffnung nicht gerade ausrichten.
Kann ich eine offene Küche nachträglich abtrennen, ohne Wände zu bauen?
Ja. Eine Lofttür nach Mass oder ein Raumteiler aus Stahl und Sicherheitsglas schafft eine funktionale Trennung, ohne Tageslicht zu blockieren. Beide Lösungen sind nachträglich einbaubar und erfordern keine statischen Eingriffe - sofern keine tragende Wand betroffen ist. Im Zweifelsfall ist vor der Beauftragung eine statische Prüfung durch eine Fachperson erforderlich.
Welche Holzart ist am robustesten für stark genutzte Flächen?
Von den drei bei Manufaktur X erhältlichen Holzarten hat Esche mit ca. 4,0 HB die höchste Brinell-Härte, gefolgt von Buche (ca. 3,8 HB) und Eiche (ca. 3,7 HB). Die Unterschiede sind im Alltag gering; die Oberflächenbehandlung (geölt vs. lackiert) hat auf die Kratzfestigkeit im Nutzungsbetrieb einen grösseren Einfluss als die Holzartwahl allein.
Lohnt sich Massanfertigung auch in Räumen mit normgerechten Massen?
Ja - auch in Räumen mit normgerechten Massen (z. B. 2,50 m Raumhöhe, 1,00 m Türbreite) bietet Massanfertigung Vorteile bei Tiefe und Breite von Regalen sowie bei der Materialwahl. Standardregale kommen in der Tiefe auf 30 oder 40 cm normiert; ein Regal mit 37 cm Tiefe, das exakt in eine Nische passt, ist im Handel nicht erhältlich. Ob der Aufpreis gerechtfertigt ist, zeigt ein direkter Preisvergleich im Konfigurator - der Festpreis wird in Echtzeit angezeigt.
Sind alle Preise auf manufakturx.ch inklusive Lieferung in die Schweiz?
Ja. Alle auf manufakturx.ch angezeigten Preise in Franken verstehen sich inklusive Lieferung, Zoll und Einfuhrabgaben. Es fallen keine zusätzlichen Importkosten an.



