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Lofttür mit Oberlicht: Planung, Mindestmasse, ESG/VSG und Kosten in CHF

Manufaktur X Redaktion · 23. Juni 2026 · 6 Minuten Lesezeit · Werkstatt Regensburg
Lofttür mit Oberlicht: Planung, Mindestmasse, ESG/VSG und Kosten in CHF

Lofttür mit Oberlicht: Was Sie vor der Bestellung wissen sollten

Ein Oberlicht über der Lofttür ist kein dekoratives Detail - es löst ein konkretes Lichtproblem, das in vielen Schweizer Wohnungen strukturell angelegt ist. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wann ein Oberlicht wirklich sinnvoll ist, welche Glastypen sich für welche Situation eignen und was die Konstruktion kostet.

Warum innenliegende Räume oft zu dunkel bleiben

Das Grundproblem: Licht kommt, aber kommt nicht durch

Typische Altbauwohnungen aus der Jahrhundertwende - ob in Zürich, Basel oder Bern - haben tiefe Grundrisse. Die Aussenfenster sitzen in den eigentlichen Zimmern, während Flure, Korridore und innenliegende Arbeitszimmer kein direktes Tageslicht erhalten. Sobald eine geschlossene Tür dazwischen steht, ist der Lichtweg unterbrochen. Das Oberlicht überbrückt genau diese Situation: Die Glasfläche oberhalb des Türblatts leitet Tageslicht aus dem strassenseitigen Raum in den dahinterliegenden Bereich - ohne die Raumtrennung aufzuheben.

Wichtig ist dabei eine nüchterne Einschätzung: Ein Oberlicht ist funktional, kein Gestaltungsmerkmal. Wer es ohne Bedarfsprüfung wählt, gibt möglicherweise mehr aus als nötig - oder wählt ein zu schmales Oberlicht, das kaum etwas bringt. Ein Oberlicht von 150 mm Höhe bei 900 mm Breite ergibt eine Glasfläche von rund 0,14 m². Das ist in der Praxis kaum messbar. Aus unserer Fertigungserfahrung empfehlen wir eine Mindesthöhe von 300 mm, damit das Oberlicht seinen Zweck tatsächlich erfüllt.

Typische Situationen in Schweizer Wohnungen

Am häufigsten begegnet uns dieses Thema bei Gründerzeit- und Jahrhundertwende-Altbauten mit langen Korridoren, bei Reihenhäusern aus den 1970er Jahren mit innenliegenden Küchen sowie bei ausgebauten Dachgeschossen mit Dachschrägen, wo einzelne Zimmer keine eigene Aussenwand haben. In allen diesen Fällen schafft ein Oberlicht eine passive Lichtquelle ohne bauliche Eingriffe.

Eine zweiflügelige Stahl-Glas-Tür mit schwarzem Rahmen und Sprossenmuster trennt einen hellen Wohnbereich von einem Essbereich mit Küche.

Ein konkretes Beispiel aus unserer Fertigung: Eine zweiflügelige Lofttür für eine Basler Altbauwohnung, Türblatt je 625 mm breit und 2.200 mm hoch, Oberlicht 550 mm hoch in VSG 3-1-3 mm - Ziel war es, Tageslicht aus dem strassenseitigen Wohnzimmer in das dahinterliegende Arbeitszimmer zu leiten. Das Ergebnis war eine messbare Aufhellung des innenliegenden Raums bereits in den Vormittagsstunden.

Oberlicht oder raumhohe Verglasung - was passt besser?

Raumhohe Verglasung maximiert den Lichtdurchlass und wirkt optisch grosszügig. Der Nachteil: Die nutzbare Wandfläche sinkt auf null. Regale, Wandleuchten oder seitliche Möblierung lassen sich kaum noch sinnvoll platzieren - gerade in Schweizer Altbauwohnungen, wo jeder Quadratmeter zählt. Das Oberlicht hingegen lässt die Wandfläche unterhalb des Türblatts vollständig erhalten und ergänzt die Konstruktion gezielt im oberen Bereich, wo ohnehin keine Möblierung stattfindet.

Die Wahl zwischen beiden Varianten hängt also nicht nur vom Lichtbedarf ab, sondern auch davon, wie die angrenzenden Wandflächen genutzt werden sollen.

Türblatt und Oberlicht als eine Einheit

Die eleganteste Lösung ist ein integriertes Oberlicht, das bündig mit dem Türrahmen abschliesst - Türblatt und Oberlicht in einer durchgehenden Stahlrahmenkonstruktion. So entsteht optisch eine Einheit statt zwei separat wirkender Elemente. Proportional überzeugend ist das besonders bei Gesamthöhen ab 2.500 mm, wie sie in vielen Gründerzeit-Altbauten in der Schweiz vorkommen.

Fertigungstechnisch stellt diese Variante höhere Anforderungen: Die Stahlprofile müssen entsprechend stärker dimensioniert sein - typischerweise 40 bis 60 mm - und die Schweissnaht muss die Statik des durchgehenden Rahmens tragen. In unserer Fertigung wird das als Einheit geplant, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Im 3D-Konfigurator von Manufaktur X lässt sich diese Variante mit verschiedenen Sprossenmustern frei gestalten - horizontale Felder, Leitersprossung oder Kreuzsprossung verändern das Erscheinungsbild erheblich. Für individuelle Designs, die sich im Konfigurator nicht abbilden lassen, nehmen wir gerne eine Skizze entgegen.

Glastypen für das Oberlicht: ESG und VSG im Vergleich

Eine zweiflügelige Stahl-Glas-Tür mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich von einem Esszimmer.

ESG und VSG - der entscheidende Unterschied

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und Verbund-Sicherheitsglas (VSG) unterscheiden sich nicht primär im Preis, sondern im Bruchverhalten. ESG zersplittert bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel - ähnlich wie eine Autowindschutzscheibe von innen. VSG bleibt dank der eingegossenen PVB-Folie auch nach dem Bruch als Einheit erhalten; die Scherben halten zusammen. In unserer Fertigung empfehlen wir für Oberlichter ab einer Einbauhöhe von mehr als 2.000 mm grundsätzlich VSG - der Grund ist einfach: Im Falle eines Bruchs fallen keine Scherben nach unten.

Für Oberlichter, die in üblicher Raumhöhe eingebaut werden und gut zugänglich sind, ist ESG in vielen Fällen ausreichend und kostengünstiger. Die Entscheidung hängt von der konkreten Einbausituation ab - nicht von einer pauschalen Regel.

Klarglas, Milchglas oder strukturiertes Glas

Glastyp und Glasdesign sind zwei verschiedene Entscheidungen. Der Glastyp bestimmt die Sicherheitseigenschaften (ESG oder VSG). Das Glasdesign - also ob das Glas klar, satiniert oder strukturiert ist - bestimmt die Transparenz und Optik. Klarglas leitet am meisten Licht weiter, bietet aber keinen Sichtschutz. Milchglas oder satiniertes Glas streut das Licht und erzeugt eine weichere Helligkeit, ohne den Durchblick zu ermöglichen. Für Oberlichter, die primär der Lichtleitung dienen, ist Klarglas in der Regel die erste Wahl - ausser die räumliche Situation erfordert Sichtschutz.

Masse und Mindestanforderungen für das Oberlicht

Wunschmass direkt eingeben - kein Rohbaumass erforderlich

Bei Manufaktur X geben Sie Ihre exakten Wunschmasse ein - nicht das Rohbaumass Ihrer Maueröffnung. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Standardtüren, bei denen man üblicherweise mit Rohbaumassen arbeitet. Ihre Tür wird auf den Millimeter genau nach Ihren Angaben gefertigt. Planen Sie dabei die Einbautoleranzen selbst ein: Üblicherweise rechnet man je nach Konstruktion 5 bis 10 mm Spiel pro Seite. Der häufigste Grund, warum eine Massanfertigung nicht passt, ist kein Fertigungsfehler - sondern eine ungenau ermittelte Ausgangsgrösse vor Ort.

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen unterteilt einen hellen Wohnraum mit Holzdielen.

Mindestmasse für ein sinnvolles Oberlicht

Als Faustregel gilt: Die Oberlicht-Höhe sollte mindestens 300 mm betragen, damit die resultierende Glasfläche einen messbaren Lichteffekt hat. Bei einer Türbreite von 900 mm entspricht das einer Glasfläche von 0,27 m² - das ist ein Wert, der in der Praxis spürbar ist. Kleinere Oberlichter sind konstruktiv möglich, ihr Lichtgewinn ist aber marginal.

Die Gesamthöhe von Türblatt und Oberlicht zusammen sollte die lichte Raumhöhe nicht überschreiten - mit ausreichend Montageluft nach oben. In vielen Altbauten der Schweiz liegen die Raumhöhen zwischen 2,7 m und 3,2 m, was für grosszügige Gesamtkonstruktionen viel Spielraum lässt.

Pulverbeschichtung: warum der Rahmen keine Farbe, sondern Oberfläche bekommt

Alle Stahlrahmen bei Manufaktur X werden pulverbeschichtet - nicht lackiert. Der Unterschied ist relevant: Pulverbeschichtung wird elektrostatisch aufgetragen und dann bei hoher Temperatur eingebrannt. Das Ergebnis ist eine gleichmässige, kratzfeste Oberfläche ohne Nasen, Läufer oder Pinselstruktur. Die Beschichtung ist ausserdem lösungsmittelfrei und damit umweltschonend. Gängige Farben sind Tiefschwarz und Anthrazit - aber auch RAL-Töne sind auf Anfrage möglich.

Produktion und Lieferung in die Schweiz

Produktionszeit und Lieferung ohne Zusatzkosten

Die Produktionszeit beträgt 5 bis 6 Wochen ab Bestelleingang. Alle Preise auf manufakturx.ch sind inklusive Zoll und Einfuhrkosten in die Schweiz angegeben - es kommen keine versteckten Zusatzkosten hinzu. Was Sie im Konfigurator sehen, ist der Endpreis in Franken. Das unterscheidet uns von manchen Anbietern, die erst beim Checkout auf Zollkosten hinweisen.

Manufaktur X fertigt alle Produkte in der EU und liefert direkt in die ganze Schweiz - ohne Umwege über Zwischenhändler. Für Lofttüren mit Oberlicht empfehlen wir, die Montage durch eine Schreiner- oder Metallbaufachkraft vornehmen zu lassen, da die Konstruktion durch das Gewicht des integrierten Oberlichts deutlich schwerer ist als eine Standard-Innentür.

Ein heller Flur mit zwei Stahl-Glas-Elementen in schwarzem Rahmen: links ein schmales einflügeliges Element und rechts eine breitere mehrteilige Konst

Konfiguration im 3D-Konfigurator

Im 3D-Konfigurator für Lofttüren sehen Sie Ihre Tür in Echtzeit - mit dem gewählten Sprossenmuster, der Glasart, der Rahmenstärke und Ihren exakten Wunschmassen. Der Preis wird sofort berechnet, ohne dass Sie ein Angebot anfordern müssen. Das macht die Planung konkret und vergleichbar - ganz ohne Showroom-Besuch.

Häufige Fragen zum Oberlicht bei Lofttüren

Ab welcher Raumhöhe macht ein Oberlicht Sinn?

Grundsätzlich ab einer lichten Raumhöhe von etwa 2,6 m aufwärts - dann bleibt nach einem Türblatt von 2.100 mm noch ausreichend Platz für ein Oberlicht von 300 mm Mindesthöhe plus Einbautoleranzen. In Altbauten mit 2,8 m bis 3,2 m Raumhöhe ist das kein Problem; in Neubauten oder Wohnungen aus den 1970ern mit 2,5 m Raumhöhe ist die Kombination oft knapper kalkuliert.

Kann ich das Oberlicht festverglasen, während der Türflügel beweglich bleibt?

Ja - das ist die Standardkonfiguration. Das Oberlicht ist fest im Rahmen verglast, ausschliesslich der Türflügel öffnet. Eine öffenbare Klappe im Oberlicht ist konstruktiv aufwendiger und auf Anfrage möglich, aber für die reine Lichtfunktion nicht notwendig.

Welche Glasdicke ist für das Oberlicht üblich?

Bei ESG wird üblicherweise mit 6 mm Glasdicke gearbeitet. Bei VSG ist die Standardkonfiguration 3-1-3 mm (zwei 3 mm starke Glasscheiben mit einer 1 mm PVB-Zwischenlage). Für sehr grosse Oberlichter mit langen Spannweiten kann eine stärkere Ausführung sinnvoll sein - das wird je nach Massvorgabe geprüft.

Ist eine Lofttür mit Oberlicht auch als Raumteiler einsetzbar?

Ja - eine feststehende Glas-Stahl-Konstruktion mit integriertem Oberlicht kann auch als Raumteiler ohne Türfunktion konfiguriert werden. In dem Fall entfällt der bewegliche Flügel, und die gesamte Konstruktion ist fest montiert. Das ist besonders in offenen Grundrissen interessant, wo eine visuelle Trennung gewünscht ist, aber keine akustische Abriegelung.

Manufaktur X - maßgefertigte Möbel aus Stahl, Glas und Massivholz im 3D-Konfigurator - Lofttür
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